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#TipoftheDay

#TIPOFTHEDAY: Superfood – gut und günstig?

Copyright Maxima Magazin

Allein der Begriff „Superfood“ ließ mich schon lange schmunzeln. Ich habe es eher als Modeerscheinung angesehen. Dann erstmal gegoogelt und herausgefunden, dass Superfood eigentlich ein Marketingbegriff ist, der Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen beschreibt.

Avocado, Chia-Samen, Goji-Beeren und auch Matcha gehören dazu. Und diese Lebensmittel machen ihrem Namen tatsächlich alle Ehre und liefern uns z.B. wichtige Ballaststoffe und Antioxidantien.

Dazu schmecken sie auch echt gut, allerdings sind sie meist verdammt teuer. Und man sollte sie auch nicht falsch bzw in zu großen Mengen zu sich nehmen. Deshalb heute von mir einen kleinen Exkurs in die Ernährungswelt der Superfood Liebhaber und auch Tipps für preiswerte und häufig regionale Alternativen.

Avocado

Copyright karepa I Fotolia

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Die Avocado soll mit so gesunden Fetten daher kommen, die nicht nur fit, sondern auch noch schlank machen! Dennoch, zu viel des Guten hat den gegenteiligen Effekt. Laut Experten sollte man nicht mehr als eine Hälfte einer Avocado täglich verzehren. Warum? Die Frucht kommt mit ganzen 400 Kalorien und 47 Gramm Fett pro Stück! Ok – diese Info müssen wir erstmal verdauen!

Bonustip: Den Kern der Avocado nicht wegschmeißen! Die echten Foodies reiben sich den Kern ins Müsli, denn dieser enthält wichtige Ballaststoffe und Antioxidantien. Für diejenigen unter euch, die sich gern mal als Avocado-Züchter versuchen wollen: Pflanzt den Kern doch mal ein und schaut was da so wächst.

Für mich immer ein tolles Frühstück: Avocado mit pochiertem Ei.
Zum Rezept geht’s hier.

„Poached eggs“ sind garnicht so schwierig in der Zubereitung und wem es doch zu kompliziert ist, der nimmt stattdessen sehr weichgekochte Eier.

Chia-Samen

Photo by Foodistin Nina Jahnke

Man findet sie nahezu überall: Sie sind Bestandteil von Fitnessriegeln, werden in Brot verbacken, peppen Salate auf, werden in Smoothies püriert, oder ihr kennt sie aufgequollen in einem Pudding von dem Superfood Store nebenan. Gefährlich werden die kleinen Samen dann, wenn man sie unaufgequollen und mit zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Sie quellen dann nämlich in eurem Magen auf, was auch zu starken Schmerzen führen kann. Täglich sollte auch auf ein Maß von 2-3 EL geachtet werden.

Als regionale Alternative könnt ihr euch mal an den heimischen Leinsamen und Brennnesselsamen versuchen. Diese können eine ähnlich hohe Konzentration an Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen und Proteinen aufweisen.

Goji Beeren

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Yummy – diese kleinen, roten und vitaminreichen Beeren stecken voller pflanzlichen Eiweißen.

Kein Wunder also, dass diese auch als Superfood gelten! Hier gilt nur nahezu gleiches wie bei der Avocado – die Beeren kommen mit einer gehörigen Portion an Kalorien. Goji-Beeren haben nämlich genauso viel Kalorien wie Zucker pro Gramm! Das nächste Mal also einfach ein wenig mehr Disziplin und anstatt einer großen Handvoll in den Joghurt nur noch einen Teelöffel nehmen.

Die im Handel erhältlichen Goji-Beeren sind meist importiert. Regionale und günstigere Alternativen sind Hagebutte, Sanddorn und Brennnessel. Die Goji-Beere soll sogar fast identisch zur schwarzen Johannisbeere sein. Zusätzlich hat diese regionale Alternative nur 1/7 des Kaloriengehalts der Goji-Beere – und das ist doch mal ein überzeugendes Argument!

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Matcha
Da Matcha kein herkömmlicher Tee-Aufguss ist, sondern ein Extrakt aus dem frischen Teeblatt, ist der Anteil der gesunden Inhaltsstoffe um ein Vielfaches höher als beim gewöhnlichen grünen Tee. Nicht nur Tees, Cocktails und Smoothies lassen sich mit Matcha mischen, auch Kuchen, Eis und Nudelsaucen lassen sich damit kreieren. Generell wird bei grünem Tee empfohlen ihn in Maßen und nicht auf leeren Magen zu trinken. Je nach Empfindlichkeit können die im Tee enthaltenen Gerbsäuren die Magensäure erhöhen und zu schlimmen Magenschmerzen führen.

Alternativ zum teuren Matcha-Tee, dem nachgesagt wird, Stress zu reduzieren, den Stoffwechsel zu verbessern und auch den Blutdruck zu senken, könnt ihr auch Kamillentee zur Beruhigung und Löwenzahn- und Hagebuttentee zur Unterstützung eurer Verdauung trinken. Knoblauch und Hagedorn helfen gegen hohen Blutdruck.

Ich liebe es wirklich über den Tag verteilt, viel Tee zu trinken. Dabei macht es die Abwechslung, mal Matcha, mal Kamillentee und sehr gerne auch grüner Sencha-Tee mit ein bißchen Sojamilch.

Acai-Beeren

frozen berries, black currant, red currant, raspberry, blueberry. top view. macro

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Die Acai-Beere bekommt man in Deutschland meist als Saft oder Pulver. Sie wird als Schlankheitsmittel vermarktet, was allerdings nicht wissenschaftlich belegt ist. Da die Acai-Beere den Stoffwechsel ankurbelt, sollten sich empfindliche Menschen mit dem Konsum zurückhalten. Bei einer Überschreitung der empfohlenen Dosierung von maximal 1000 Milligramm am Tag kann es schnell zu einer abführenden Wirkung, inklusive Durchfall, kommen. Der in der Acai-Beere enthaltene Pflanzenfarbstoff Anthocyan, welcher schlank machen soll und anscheinend gegen Krebs wirkt, ist auch in Beeren wie Holunder, Heidelbeeren oder Sauerkirsch vorhanden.

Quinoa-Samen

salad with quinoa and salmon

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Die glutenfreien Samen des Quinoa sind reich an Eiweiß, Magnesium und Eisen. Als lokale Alternative wird oft Hirse mit dem gleichen Eiweißanteil wie Quinoa empfohlen. Da Hirse aber genauso importiert wird und der CO2 Fußabdruck gleich bleibt, empfehle ich regionale Alternativen wie Weizen, Dinkel und Grünkern. In Kombination mit regionalem Gemüse bieten sie die gleichen Nährstoffe wie Quinoa. Allerdings enthalten die Alternativen Gluten. Ich persönlich liebe Dinkel!

Beim Kauf von exotischem Superfood müsst ihr genau hinschauen, vor allem wenn es um Extrakte, Säfte und Kapseln geht. In ihnen sind oft nur noch ein paar Spuren des eigentlichen Lebensmittels drin, welche mit Trennmitteln, Farbstoffen und teilweise sogar Zucker gestreckt werden. Experten zufolge zählen auch deutsche Gemüsearten wie Brokkoli, Grünkohl, Spinat und Feldsalat zur Kategorie Superfood. Was man daraus alles zaubern kann, wussten wir ja auch schon vor dem Superfood Hype.

Zusammengefasst ist das Superfood also tatsächlich super delicious und super healthy – um nur mal bei den Anglizismen zu bleiben.

Aber es gilt das Motto: „Alles, aber alles in Maßen!
Das freut dann auch wieder unseren Geldbeutel.

Eure Birte

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